Mit ‘Ab jetzt läuft eine Frist von einem Monat. Gleich danach muss der Gemeinderat einem Bürgerbegehren zustimmen. Voraussetzung ist aber’ getaggte Beiträge

425 Unterschriften – so viele haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens im Rathaus übergeben. Ihr Ziel: Sie möchten ein schnelles Bad – und das am liebsten mit der Kristall Bäder AG. 

Ab jetzt läuft eine Frist von einem Monat. Gleich danach muss der Gemeinderat einem Bürgerbegehren zustimmen. Voraussetzung ist aber, dass die gestellte Frage und die Unterschriften alle rechtens sind.

Riemenschneider nicht anwesend

Bürgermeister José-Ricardo Castro Riemenschneider (CSF) war nicht zur Übergabe da, auch keiner seiner Stellvertreter. Also nahm sein Verwaltungsleiter, Matthias Jeitner, den Unterschriftenpacken entgegen. Er werde alles streng nach Gemeindeordnung prüfen, sagte Jeitner – und kein Wort mehr. Auch als einer der Mitinitiatoren, Karl-Heinz Glaser, ausführlich begründete, warum man das Begehren gestartet habe.

Man befürchte lange Prozesse und in „acht oder zehn Jahren braucht keiner mehr ein Bad“, sagte Jürgen Köferl, CSU-Ortsvorsitzender, der das Begehren unterstützt. Der Gemeinde wirft er vor, bisher noch keinen Plan und kein Konzept für den Wiederaufbau des abgebrannten Bades vorgelegt zu haben. Und wenn die Gemeinde doch eine Möglichkeit präsentiere, wie man eine Therme ohne die Kristall AG schnell aufbauen könnte, sagte Glaser: „Wir sind gesprächsbereit.“

Der Gemeinderat hatte im Oktober beschlossen, aus den Verträgen mit Badbetreiber Heinz Steinhart rückwirkend auszusteigen, weil sie mehrere Vertragsbrüche ausgemacht hat. Und keine Vertrauensbasis mehr für eine Kooperation sieht.

An einem Sonntag im April

Wäre die Initiative erfolgreich, müsste das Bürgerbegehren an einem Sonntag im April laufen. Nötig waren nur etwa 170 Unterschriften. „Hätten wir gezielt gesammelt, wären es sogar noch mehr als die 425 Unterschriften geworden“, sagte Initiator Glaser.

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