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Fichtelberg erfasst Ist-Zustand

Veröffentlicht: 6. Oktober 2018 in Uncategorized

Bürger Informieren Bürger

Die Interessengemeinschaft Fichtelberger Betriebsinhaber lud alle Bürger der Gemeinde am Wochenende zu einer Informationsveranstaltung. Das Thema: Die aus Sicht des Sprechers Armin Kellner desaströse finanzielle Lage der Gemeinde und mögliche Auswege aus der Situation.

Wie ein Fluglotse steht Armin Kellner (73) an der Kopfseite der Fichtelberger Turnhalle. Immer wieder deutet er auf einzelne Gäste, weist ihnen ihre Plätze zu. Über 200 Fichtelberger sind an diesem Abend gekommen – deutlich mehr als die Interessensgemeinschaft erwartet hatte. Für Kellner ist das ein Zeichen für den Wunsch nach Veränderung und „die ist zwingend notwendig“. Familien mit Kindern sind da, Alte und Junge. Sie sitzen in kleinen Pulks zusammen,unterhalten sich. Um 19.30 Uhr verstummt das Gemurmel. Kellner ergreift das Wort.

Sinkendes Schiff

Fichtelberg, sagt Kellner, sei für ihn wie ein Schiff, das bei voller Fahrt zu sinken beginne. Das Schiff werde langsamer, die untersten Decks füllten sich langsam mit Wasser. Während sich die meisten Passage noch freuten trockene Füße zu haben, gibt es für Kellner nur eine Möglichkeit: Handeln. Er geht zum Kapitän und bietet seine Hilfe an – „damit das Schiff Fichtelberg nicht noch weiter untergeht“. Mittlerweile haben sich 25 weitere Gewerbetreibende seinem Kampf angeschlossen.

Am 14. Dezember vergangenen Jahres stellten sich die Gewerbetreibenden zum ersten Mal den Fragen der Bevölkerung, dabei wurde aus Kellners Sicht klar, dass vieles in der Kommune nicht richtig läuft. In den vergangenen zehn Monaten haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft recherchiert, den Ist-Stand erfasst und nach Lösungsansätzen gesucht. Sie suchten das Gespräch mit dem Bürgermeister und Landrat, wendeten sich an Abgeordnete aus der Region – bisher ohne Erfolg, wie sie sagen. Das Bemühen der Fichtelberger gipfelte in Dienst-und Fachaufsichtsbeschwerden gegen Bürgermeister Ritter und Landrat Hübner.

Unregelmäßigkeiten mit Steuern

Aus Sicht der Gewerbetreibenden war und ist Fichtelbergs Kasse in einem desaströsen Zustand. Gemeindesteuern, Gebühren und Abgaben wie etwa die Gewerbesteuer, Hundesteuer, Fremdenverkehrsabgabe und Zweitwohnungssteuer wurden seit Jahren seitens der Gemeinde teilweise gar nicht, nicht in voller Höhe oder falsch erhoben. Das sei auch der Fall gewesen bei Unternehmen und Personen, die der Gemeinde eine Einzugsermächtigung erteilt haben. Bürger und Unternehmer müssen diese Steuer rückwirkend bezahlen – mit sechs Prozent Zinsen pro Jahr. Siegfried Wunderlich wunderte sich darüber: Vor sieben Jahren hat er seinen Edeka-Markt im Ort eröffnet, seither musste er noch keine Fremdenverkehrsabgaben bezahlen. „Dabei bräuchte Fichtelberg das Geld dringend, um seine finanzielle Lage zu verbessern“, sagt er.

Seit 2008 habe der heutige Bürgermeister Georg Ritter als Kämmerer in der Gemeinde gearbeitet – seither seien aufgrund der mangelhaften Kämmererarbeit über eine Millionen Euro auf ein Verwahrgeldkonto gebucht worden. Heute müsse man genau prüfen, woher das Geld stamme, um es korrekt verbuchen zu können. „Das ist erforderlich, damit wir die tatsächliche finanzielle Situation Fichtelbergs erfassen können“, sagt Kellner. Denn durch die fehlerhafte Buchführung ist der Gemeinde bereits mehrmals Stabilisierungshilfen entgangen, Schätzungen liegen zwischen 500.000 und 1.000.000 Euro. Auch für das Jahr 2018 konnte kein Antrag auf Stabilisierungshilfe eingereicht werden.

Bürgermeister für Kasse verantwortlich

Auch wenn Bürgermeister Ritter in der Vergangenheit immer wieder behauptet haben soll, nicht für die Kasse der Gemeinde zuständig zu sein, ist aus Kellners Sicht genau das Gegenteil der Fall: Ein von ihm zitierter Abschnitt der Bayerischen Gemeindeordnung stellt fest, dass der erste Bürgermeister sehr wohl die Dienstaufsicht über die Gemeindekasse hat. Für die Gewerbetreibenden steht fest: Wäre Ritter seiner Pflicht seit Amtsbeginn nachgekommen, hätte er die finanzielle Situation der Gemeinde erkannt – und gehandelt. Deshalb werfen die Gewerbetreibenden ihm eine Amts- und Dienstpflichtsverletzung vor.

Doch nicht nur das: Aus Sicht der Gewerbetreibenden trägt der Rechnungsprüfungsausschuss und das Landratsamt als Kontrollinstanz ebenfalls Mitverantwortung. Die Gemeinde Fichtelberg hat einen Rechnungsprüfungsausschuss bestellt, der aus Gemeinderatsmitgliedern besteht. Dieser hätte regelmäßig die Kassen prüfen müssen – konnte es nach eigener Aussage aber nicht, da die Unterlagen nicht prüfbar gewesen seien. Sie informierten das Landratsamt, das jedoch seit 16 Jahren untätig geblieben sein und keine überörtliche Kassenprüfung durchgeführt haben soll. Deshalb reichten die Gewerbetreibenden ebenfalls eine Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde gegen Landrat Hübner ein. Sie werfen ihm vor, dass sich durch die Untätigkeit des Landratsamtes die finanzielle Situation der Gemeinde Fichtelberg weiter verschlechtert hat.

Bürgerversammlung geplant

Darüber hinaus werfen die Gewerbetreibenden dem Bürgermeister vor, die Gemeinderäte zu spät über geplante Beschlüsse zu informieren, gemeindliche Ausschüsse nicht zu beteiligen und Gemeinderatsbeschlüsse nicht umzusetzen. So soll der Bürgermeister mindestens drei Gespräche mit Vertretern des Hotels und der Wasserwacht am Fichtelsee gehabt haben, ohne den Bau- und Umweltausschuss zu informieren. Die Bürgerversammlung, mit der die Gemeinde die Bürger über die Bauprojekte am Fichtelsee informieren wollte, sollte im Frühjahr dieses Jahres stattfinden – tat es aber nicht. Zweiter Bürgermeister Karlheinz Glaser verspricht, noch in diesem Jahr eine Bürgerversammlung abzuhalten, um auf Fragen zur finanziellen Lage Fichtelbergs einzugehen. Und spätestens im November soll es eine Informationsveranstaltung zu den Baumaßnahmen am Fichtelsee geben.

Sorge um Zukunft

Nur wenige Bürger stellen an dem Abend Fragen – meist geht es dabei um die Unsicherheit, wie es weitergehen wird. Bernd Kratz etwa lobte den zweiten Bürgermeister, der seit Juni den erkrankten Ritter vertritt: „Mein Eindruck ist, dass in den vergangenen vier Monaten mehr passiert ist, als in den letzten vier Jahren. Doch was ist, wenn unser gewählter Bürgermeister wieder ins Amt kommt?“ Ein 19-Jähriger hat ähnliche Zweifel – er fragt, wann endlich mal jemand ins Amt kommt, der all die Probleme wie etwa leer stehende Häuser und sanierungsbedürftige Straßen erkennt und auch behebt. Siegfried Wunderlich fordert die Bürger dazu auf, aufzustehen und sich zu fragen, ob dieser Bürgermeister noch zu halten sei.

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FICHTELBERG. Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen am gestrigen Sonntag: Fichtelberg hat wieder Kirwa. Die Neuerungen rund um den Kirwamarkt haben sich bewährt. Und das war erst der Anfang.

Um dem schleichenden Bedeutungsverlust des Kirchweihmarktes entgegenzuwirken, hatte man in Fichtelberg Ideen zur Attraktivitätssteigerung umgesetzt. So wurde das Geschehen örtlich komprimiert, es gab erstmals ein Kirwa-Café. Und auch einen Kirwabaum, den die örtliche Jugend aufstellte.

Problem wie überall

Letztlich hatte die Fichtelberger Kirchweih zuvor das Problem vieler anderer Märkte. Die bunte Vielfalt von Waren war immer weiter zurückgegangen, die Zahl der Händler schrumpfte, die Lücken zwischen den Ständen wuchsen. Bis man nun vor Ort die Initiative ergriff, den Markt attraktiver zu gestalten. „Die Ortsentwicklungsgruppe hat das initiiert“, erklärt Manuela Hornung. Also hat man den Markt räumlich zusammengezogen auf den Bereich der Gablonzer Straße von etwas oberhalb des Rathauses bis zur Wunsiedler Straße. „Dazu ein Café, betreut durch die Vereine im Rathaus und ein Flohmarkt von Kindern für Kinder“, so Hornung. Die ersten Ideen kamen jedenfalls gut an. „Es ist gut besucht.“

Weitere Ideen umgesetzt

Und auch weitere Ideen wurden bereits umgesetzt. Es gab eigens gepressten Fichtelberger Apfelsaft und Fichtelberger Küchla und neben dem Flohmarkt auch unter anderem fair gehandelten Bio-Kaffee. „Und das was übrig bleibt, wird in ein Projekt für das Ortsbild von Fichtelberg gesteckt. „Es ist ein Anfang, aus dem wir lernen wollen“, so Hornung weiter.

Eine erste Erkenntnis war, dass künftig zum Aufstellen des Baumes noch eine musikalische Begleitung gehört. Nächstes Mal will auch auf jeden Fall der Trachtenverein mitmachen, der in diesem Jahr andernorts gebunden war, sodass sich dieses Problem vielleicht ganz einfach lösen lässt.

Mehr Fieranten

„Knapp 30 Stände“ hat jedenfalls Marktmeisterin Marlis Nagel gezählt. Deutlich mehr als zuletzt. „Der Stress hat sich gelohnt, wir sind auf einem sehr guten Weg“, freut sie sich und erhält auch Unterstützung von Händlerseite: „Ich bin der Meinung, dass es eine gute Idee war, wenn man sagt, wir ziehen den Markt zusammen. Die Stände müssen zusammenstehen“, so Fierantin Erni Fuhrmann aus Wunsiedel, die Süßwaren anbot.

Zumal Bewährtes blieb. So lud der MSC Fichtelberg wie bisher zu seinem Gartenfest auf den Parkplatz am Feuerwehrhaus mit Gegrilltem und Bier vom Fass. Und auch der Kirwatanz des TSV am Samstag blieb in der Sporthalle, wobei tolle Stimmung und Zuspruch herrschte.

 

KIRWA-2018

Seehaus wahrscheinlich bis März zu

Veröffentlicht: 25. August 2018 in Uncategorized

Schlechte Nachrichten für Schneebergwanderer und Ausflügler: das Seehaus, eine Gaststätte mit Uunterkunftshaus zwischen Fichtelberg und dem Schneeberg, ist zu. Und bleibt wahrscheinlich bis zum Frühjahr geschlossen. Aber ein Rest Hoffnung bleibt.

Seit Monaten schon sucht der Fichtelgebirgsverein, der Eigentümer des Seehauses, nach einem neuen Pächter. Seit bekannt ist, dass die Familie Castro Riemenschneider sich nach Emtmannsberg verändert. Am 1. Oktober hätte der Neue anfangen können und sollen. Doch mehrere Aufrufe blieben offenbar ohne Erfolg. Auf Nachfrage sagt FGV-Geschäftsführer Jörg Hacker, dass es zwar noch Interessenten gebe. Aber wenn man nicht in den nächsten vier Wochen jemanden finde, der auch kurzfristig anfangen kann, dann werde das Seehaus wohl bis mindestens März zu bleiben. Der Grund ist, dass man ins Seehaus — mitten im Wald auf über 900 Metern Höhe — nichts Größeres transportieren kann, wenn erst mal Schnee liegt. Beim Marktredwitzer Haus ist das anders; hier ist ebenfalls aktuell geschlossen, hier sucht der FGV ebenfalls einen Pächter.

Am Schnittpunkt von Wanderwegen

Das Seehaus liegt am Westhang des Seehügels im Schneebergmassiv auf einer großen Waldlichtung. Es ist zentral gelegen am Schnittpunkt wichtiger Wanderwege (Mittelweg, Höhenweg, Seenweg, E3, Fränkischer Gebirgsweg). Zu Fuß ist es beispielsweise vom Seehausparkplatz an der B 303 in 15 bis 20 Minuten gut zu erreichen. Eine öffentliche Zufahrtsstraße gibt es nicht. Das Haus hat eine eigene Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und wird primär über ein eigenes Gasblockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt. Das Haus verfügt über 60 Sitzplätze im Gastraum und eine sehr schöne Terrasse mit Blick zum Ochsenkopf, heißt es in der Ausschreibung des FGV. Für Übernachtungen bietet das Haus 21 Betten und zusätzlich 30 Schlafplätze in einem Matratzenlager.

Pächter muss auch Handwerker sein

Auf einen Pächter warten andere Anforderungen als an den Betreiber einer Gastwirtschaft mitten im Ort. Ein Pächter soll laut dem FGV außer Erfahrung in der Gastronomie und Affinität zur regionalen Küche auch handwerkliches Geschick zur Ausführung kleinerer Reparaturen und technisches Verständnis für den Betrieb der Haustechnik mitbringen.

Das Seehaus ist nicht nur ein besonderes Ausflugsziel. Sondern auch ein Ort mit viel Geschichte. Das aktuelle Gebäude ist genau 90 Jahre alt. Doch schon vor mehr als 250 Jahren wohnten und arbeiteten hier Menschen. Unter anderem wurde hier Zinn abgebaut: „Das Seehaus war früher das Zechenhaus der Zinnseifenbergwerke Glück auf und Friedrich-Carls-Glück, die von 1757 bis 1826 betrieben wurden“, schreibt Rudolf Thiem in seinem Buch „Der Schneeberg — höchster Berg des Fichtelgebirges“. In dieser Zeit hatte das damalige Seehaus einen höchst illustren Gast: Johann Wolfgang von Goethe war 1785 das erste Mal im Fichtelgebirge. Der bekannteste deutsche Dichter war bekanntlich auch wissenschaftlich, insbesondere geologisch interessiert. Von Wunsiedel wanderte er damals über Leupoldsdorf und eben das Seehaus zum Ochsenkopf.

Erneute Suche nach Zinn

Etwa seit den 1830er Jahren ist Bewirtung im Seehaus nachgewiesen. Und noch vor weniger als 100 Jahren wurde um das Seehaus versucht, den alten Zinnbergbau wieder aufzunehmen — ohne Erfolg, trotz moderner Maschinen.

Seehaus

 

Hexen treiben Schabernack

Veröffentlicht: 21. Mai 2013 in Uncategorized

Fichtelberg/Mehlmeisel.               

Pfingsten ist seit je her die Zeit der Hexen in Fichtelberg und Mehlmeisel. Wenn sie sich von der Walburgisnacht erholt haben, treiben sie dort ihren Schabernack.

Sumpfgasmessung

Während der Feiertage rückten sie in den letzten Nächten das aktuelle Ortsgeschehen in den Vordergrund. Einer möglichen Gebietsreform griffen sie in der Nacht zum Sonntag voraus. Fichtelberg wurde nach Mehlmeisel eingemeindet. Auch wurde in der Nähe des Rathauses eine „Rakete“ gefunden. Wollen die Mehlmeisler die Fichtelberger auf den Mond schießen?

Leider, so ein Fichtelberger Patriot, erweckte die Aktion weniger Aufmerksamkeit. Die drei neuen Ortschilder von Fichtelberg waren nach kurzer Zeit sichergestellt. „Mehlmeisel Nord Ortsteil Fichtelberg“, so die neue Bezeichnung des Luftkurorts. Den Schildermalern wurde ein ausdrückliches Kompliment für die hervorragende Gestaltung ausgesprochen. „Sie passten haargenau auf die bestehenden Ortsschilder und wären den Einheimischen bestimmt nicht aufgefallen. Hut ab“, so ein Fichtelberger Patriot.

Die Fichtelberger ihrerseits hatten längst für die Nacht zum Montag eine eigene Aktion vorbereitet. Sie „rächten“ sich für das von den Mehlmeislern hochgespielte Radongasproblem in der Schule. Autofahrer, die nach Mehlmeisel fuhren, wurden deshalb durch zwei Transparente „Sumpfgas-Messung in Mehlmeisel. Autofahrer! Fenster zu und Lüftung aus“ aufgeschreckt. An der Abzweigung nach Hüttstadl und kurz nach Brand wurde an der Staatsstraße 2181 gewarnt. Beim Rathaus sagten die Fichtelberger auch weshalb: „Sumpfgas ist schwerer als Luft und im Talkessel von Mehlmeisel besonders gefährlich“. Nicht genug damit. Zwei weitere Transparente machten auf die Sumpfgas-Messung im Ort und die „Holzschuhpflicht ab Ortsgrenze“ aufmerksam.

Besorgte Fichtelberger Eltern haben ihre Kinder am Freitagmorgen (03.05.13) in die Grundschule des Nachbarortes Mehlmeisel gebracht. Sie haben Angst, weil im eigenen Schulgebäude erhöhte Radon-Werte festgestellt wurden.

Die erhöhten Radon-Werte im Schulgebäude hat eine Überprüfung des Gesundheitsamtes Bayreuth ergeben. Mit ihrem Boykott unterstreichen die rund zwanzig Eltern ihre Forderungen: Sie möchten entweder einen alternativen Schulstandort oder die Sanierung ihrer Fichtelberger Schule. Zudem fordern sie, dass die Kinder im Sanierungszeitraum im benachbarten Mehlmeisel unterrichtet werden.

Zu hohe Radon-Werte?

Der gemessene Radon-Wert in der Fichtelberger Schule liegt mehr als das Vierfache über dem Wert, der als Richtwert bei Altbauten gilt. Die Werte lagen bei bis zu 1.700 Becquerel je Kubikmeter Raumluft. Eigentlich sollte der Wert nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht über 300 Becquerel liegen. In Deutschland gibt es derzeit noch keinen verbindlichen Grenzwert für die Radon-Belastung in Gebäuden.

Ungünstige Bedingungen bei Messung

Beantragt hatte die Messung im Schulhaus die Gemeinde Fichtelberg. Doch laut Gesundheitsamt wurde die Untersuchung unter schlechten Bedingungen durchgeführt: im Winter, bei geschlossenen Fenstern und hochgedrehter Heizung. Das Gesundheitsamt Bayreuth rät nun erst einmal zu pragmatischen Maßnahmen. So könne man Radon-Werte durch ständiges Lüften abmildern. Zudem soll der Kellerboden abgedichtet werden, damit Radon nicht aus dem Boden ins Gebäude eindringen kann.

Angst vor Schulschließung

Im Fichtelgebirge ist die Radon-Konzentration wegen des Granitgesteins höher als in anderen Gegenden. Das radioaktive Edelgas Radon wird gebildet, wenn im Gestein und im Erdreich die in Spuren enthaltenen Uran und Thorium zerfallen. Unter normalen Umständen ist Radon farblos, geschmacklos und geruchlos. In der medizinischen „Radonbalneologie“ soll Radon das menschliche Immunsystem anregen und dadurch Krankheiten lindern. Dabei wird es inhaliert oder ins Badewasser eingeführt. Radon ist nach dem Rauchen aber auch die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

425 Unterschriften – so viele haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens im Rathaus übergeben. Ihr Ziel: Sie möchten ein schnelles Bad – und das am liebsten mit der Kristall Bäder AG. 

Ab jetzt läuft eine Frist von einem Monat. Gleich danach muss der Gemeinderat einem Bürgerbegehren zustimmen. Voraussetzung ist aber, dass die gestellte Frage und die Unterschriften alle rechtens sind.

Riemenschneider nicht anwesend

Bürgermeister José-Ricardo Castro Riemenschneider (CSF) war nicht zur Übergabe da, auch keiner seiner Stellvertreter. Also nahm sein Verwaltungsleiter, Matthias Jeitner, den Unterschriftenpacken entgegen. Er werde alles streng nach Gemeindeordnung prüfen, sagte Jeitner – und kein Wort mehr. Auch als einer der Mitinitiatoren, Karl-Heinz Glaser, ausführlich begründete, warum man das Begehren gestartet habe.

Man befürchte lange Prozesse und in „acht oder zehn Jahren braucht keiner mehr ein Bad“, sagte Jürgen Köferl, CSU-Ortsvorsitzender, der das Begehren unterstützt. Der Gemeinde wirft er vor, bisher noch keinen Plan und kein Konzept für den Wiederaufbau des abgebrannten Bades vorgelegt zu haben. Und wenn die Gemeinde doch eine Möglichkeit präsentiere, wie man eine Therme ohne die Kristall AG schnell aufbauen könnte, sagte Glaser: „Wir sind gesprächsbereit.“

Der Gemeinderat hatte im Oktober beschlossen, aus den Verträgen mit Badbetreiber Heinz Steinhart rückwirkend auszusteigen, weil sie mehrere Vertragsbrüche ausgemacht hat. Und keine Vertrauensbasis mehr für eine Kooperation sieht.

An einem Sonntag im April

Wäre die Initiative erfolgreich, müsste das Bürgerbegehren an einem Sonntag im April laufen. Nötig waren nur etwa 170 Unterschriften. „Hätten wir gezielt gesammelt, wären es sogar noch mehr als die 425 Unterschriften geworden“, sagte Initiator Glaser.

Wo bleiben unsere Steuern?

Veröffentlicht: 5. Dezember 2012 in Uncategorized
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Wir alle zahlen Steuern, und wir alle wollen wissen, wo das viele Geld eigentlich bleibt. Mit OpenSpending finden wir es heraus.

Wollen Sie wissen, was die Bundesregierung mit unsren Steuergeldern macht? Dann werfen Sie einen Blick auf das Projekt „Offener Haushalt“: bund.offenerhaushalt.de. Sie sehen eine bunte Grafik, die in großen und kleinen Rechtecken deutlich macht, welcher Posten im Bundeshaushalt wie viel kostet. Sie können jedes Rechteck anklicken und damit weitere Einzelheiten zum Vorschein bringen.

Das Projekt beruht auf Open-Source-Software. Noch spannender ist das Projekt OpenSpending (http://openspending.org/). Diese Seite ist international, die meisten Texte sind Englisch. (Vielleicht haben Sie Lust, bei der Übersetzung zu helfen?) Aber der Bundeshaushalt ist auch hier auf Deutsch beschriftet (http://openspending.org/de-bund). Und Sie können neben den Ausgaben auch die Einnahmenseite sehen (http://openspending.org/de-bund?_view=einnahmen).

Wenn Sie auf „Datasets“ klicken, können Sie zudem weitere öffentliche Haushalte aufrufen. Unter „Countries“ wählen Sie „Germany“ und suchen sich einen von 22 Haushalten aus, zum Beispiel den der Stadt Frankfurt: openspending.org/frankfurt-budget. Wenn Sie die Frankfurter Ausgaben mit denen des Kreises Gießen (http://openspending.org/budget_county_giessen) vergleichen, sehen Sie gleich, dass Frankfurt einen deutlich kleineren Anteil für Soziales ausgibt.

Sie können die Diagramme von OpenSpending in Ihre eigenen Seiten einbetten. Klicken Sie dazu unter der Grafik auf „Embed“. Es erscheint Quelltext, den Sie per Zwischenablage in WordPress oder ein anderes Homepage-Programm einfügen können.

Oder möchten Sie die Daten selbst weiter auswerten? Dann klicken Sie auf „Data“ und laden sie herunter. Die Budgets sind im CSV-Format gespeichert und lassen sich mit Calc, Excel oder einer anderen Tabellenkalkulation laden.

Und last not least können Sie eigene Datensätze hochladen. Das schwierigste dabei ist erfahrungsgemäß, die Daten von der Verwaltung zu bekommen. Wenn Sie das geschafft haben, ist der Rest ein Klacks: Sie registrieren sich bei OpenSpending und laden Ihren Datensatz hoch.

Für den schnellen Wiederaufbau unseres Kristallbades
von Csu Fichtelberg, Dienstag, 27. November 2012 um 11:00 ·
Vor fast 7 Monaten ist unser Hallenbad bei einem verheerenden Brand zerstört worden. Dadurch ging für unsere Gemeinde und auch für das ganze Fichtelgebirge eine weitere Attraktion verloren und dies in einer Zeit in dem unsere Region und unsere Heimat schwer gegen einen weiteren Niedergang zu kämpfen hat. Leider wurden bisher von Seiten der Gemeinde keinerlei Vorschläge bzw. Konzepte für den Wiederaufbau entwickelt. Man spricht sich von Seiten Castros nur dagegen aus, dass Bad mit mit Castros einstigen Freund Steinhart (Castro war es, der ihn Ende der 90iger Jahre nach Fichtelberg holte um das defiziere Bad zu übernehmen) aufzubauen.

Die Region und Fichtelberg braucht jedoch eine schnelle Lösung. Wir brauchen den Ausbau und den Wiederaufbau jetzt.
Wir haben keine Zeit für Prozesse und jahrelange kostspieligen Rechtsstreitigkeiten.
Wir brauchen einen schnellen Wiederaufbau um negative Folgen für den Tourismus und negative Folgen für unsere Geschäfte und alle Gewerbetreibenden abzuwenden.
Wir brauchen einen schnellen Wiederaufbau und Ausbau unserer Therme um unabsehbare Risiken für unsere Gemeinde und somit für uns alle abzuwenden. Jeder ist von einem Wiederaufbau des Bades abhängig.
Kein Bad bedeutet, höhere Wasserpreise für jeden.
Kein Bad bedeutet, höhere Kanalgebühren für alle.
Kein Bad bedeutet, Wertverlust für Grundstücke und Häuser.
Kein Bad bedeutet, Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen für die Gemeinde und kein Bad bedeutet, auch das es weitere Leerstände von Gastwirtschaften, Häusern und Gebäude in Fichtelberg geben wird.
Was dies für Auswirkungen haben kann, sieht man auch daran, dass ein ehemaliges Heim für Urlaubsgäste, in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Hallenbad, jetzt schon scheinbar gezwungen ist sich mit der Aufnahme von Asylsuchenden eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Eine Entscheidung für das Bürgerbegehren, schneller Wiederaufbau unserer Kristall-Radon-Sole-Therme ist nicht eine Entscheidung für oder gegen Steinhart, es ist eine Entscheidung für oder gegen Fichtelberg. Die Entscheidung ist nicht Steinhart ja oder nein, sondern ein Bad ja oder nein.

Drum helft bitte mit. Helft mit durch eure Unterschrift für das Bürgerbegehren. Helft Fichtelberg und helft damit unserer Heimat und einer ganzen Region. Wir brauchen das Bad jetzt. Wir wollen einen schnellen Wiederaufbau unserer Kristall-Radon-Sole-Therme und einen Ausbau zum Radon Heilbad. Die Bürgerinitiative schneller Wiederaufbau unserer Kristall-Radon-Sole-Therme ist der Meinung, dass ein schneller Wiederaufbau der Therme zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur durch die Kristall-Radon-Sole-Therme Fichtelberg GmbH erfolgen kann, zumal unser Bürgermeister auch durch eine eigenmächtige Entscheidung (ohne den Gemeinderat) auf die vertraglich notwendigen Versicherungen zu Gunsten der Kristall-Radon-Sole-Therme verzichtet hat.

Nur kostspielige jahrelange und mit ungewissem Ausgang versehene Rechtsstreitigkeiten können diesen Fehler eventuell reparieren. Dieses Risiko ist zu groß und wir haben nicht jahrelang Zeit.

Deshalb bitten wir Euch: Beteiligt Euch mit eurer Unterschrift am Bürgerbegehren. Sprecht auch Euere Familienangehörigen, Freunde, Bekannte, Nachbarn usw. an und bittet um ihre Unterschrift.

Die Initiatoren und ganz Fichtelberg sind Euch heute schon dafür dankbar. Unser Landtagsabgeordneter Herr Martin Schöffel unterstützt ebenfalls dieses Bürgerbegehren. Seiner Meinung nach, ist eine Entscheidung für ein schnelles Bad oder gegen ein schnelles Bad so wichtig für unsere Gemeinde, dass jeder einzelne Bürger darüber entscheiden sollte und nicht nur der Gemeinderat. Deshalb helft mit, dass der Bürgerentscheid zustande kommt und wir in absehbarer Zeit wieder ein Bad besitzen. Die Region, euere Kinder und wir alle danken es euch:
Ladet Euch eine Unterschriftenliste herunter, oder unterschreibt im Gasthof „Specht“ bzw. in der Arztpraxis Rohr in Fichtelberg.Bürgerentscheid: Für den schnellen Wiederaufbau unseres Kristallbades
Deshalb helft mit, dass der Bürgerentscheid zustande kommt und wir in absehbarer Zeit wieder ein Bad besitzen. Die Region, euere Kinder und wir alle danken es euch:
Ladet Euch eine Unterschriftenliste herunter, oder unterschreibt im Gasthof „Specht“ bzw. in der Arztpraxis Rohr in Fichtelberg.
Bitte gebt die Unterschriftenlisten bis spätestens 14.12.2012 zurück.
Danke!

Am Donnerstag wird mit dem traditionellen Schlachtschüsselessen die Kirwa eröffnet.
Musikalische Unterhaltung wird von unseren Werner Stetz dafür sorgen das es auf keinen Fall ein langweiliger Abend wird.

Am Samstag wird dann die Kirwa auf Hochtouren gebracht mit der Gruppe Gipfel Gaudi.

Fichtelberger Kirwa Tanz

Eintritt 5 €

Auf Dein kommen freud sich der TSV Fichtelberg.

Neueröffnung Lug ins Land

Veröffentlicht: 18. Juni 2012 in Uncategorized

Der TSV Fichtelberg kann nach Langer Zeit wieder einen neuen Pächter für das Sportheim begrüßen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der TSV Fichtelberg wünscht ihm viel Glück und Erfolg.