Archiv für September, 2018

FICHTELBERG. Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen am gestrigen Sonntag: Fichtelberg hat wieder Kirwa. Die Neuerungen rund um den Kirwamarkt haben sich bewährt. Und das war erst der Anfang.

Um dem schleichenden Bedeutungsverlust des Kirchweihmarktes entgegenzuwirken, hatte man in Fichtelberg Ideen zur Attraktivitätssteigerung umgesetzt. So wurde das Geschehen örtlich komprimiert, es gab erstmals ein Kirwa-Café. Und auch einen Kirwabaum, den die örtliche Jugend aufstellte.

Problem wie überall

Letztlich hatte die Fichtelberger Kirchweih zuvor das Problem vieler anderer Märkte. Die bunte Vielfalt von Waren war immer weiter zurückgegangen, die Zahl der Händler schrumpfte, die Lücken zwischen den Ständen wuchsen. Bis man nun vor Ort die Initiative ergriff, den Markt attraktiver zu gestalten. „Die Ortsentwicklungsgruppe hat das initiiert“, erklärt Manuela Hornung. Also hat man den Markt räumlich zusammengezogen auf den Bereich der Gablonzer Straße von etwas oberhalb des Rathauses bis zur Wunsiedler Straße. „Dazu ein Café, betreut durch die Vereine im Rathaus und ein Flohmarkt von Kindern für Kinder“, so Hornung. Die ersten Ideen kamen jedenfalls gut an. „Es ist gut besucht.“

Weitere Ideen umgesetzt

Und auch weitere Ideen wurden bereits umgesetzt. Es gab eigens gepressten Fichtelberger Apfelsaft und Fichtelberger Küchla und neben dem Flohmarkt auch unter anderem fair gehandelten Bio-Kaffee. „Und das was übrig bleibt, wird in ein Projekt für das Ortsbild von Fichtelberg gesteckt. „Es ist ein Anfang, aus dem wir lernen wollen“, so Hornung weiter.

Eine erste Erkenntnis war, dass künftig zum Aufstellen des Baumes noch eine musikalische Begleitung gehört. Nächstes Mal will auch auf jeden Fall der Trachtenverein mitmachen, der in diesem Jahr andernorts gebunden war, sodass sich dieses Problem vielleicht ganz einfach lösen lässt.

Mehr Fieranten

„Knapp 30 Stände“ hat jedenfalls Marktmeisterin Marlis Nagel gezählt. Deutlich mehr als zuletzt. „Der Stress hat sich gelohnt, wir sind auf einem sehr guten Weg“, freut sie sich und erhält auch Unterstützung von Händlerseite: „Ich bin der Meinung, dass es eine gute Idee war, wenn man sagt, wir ziehen den Markt zusammen. Die Stände müssen zusammenstehen“, so Fierantin Erni Fuhrmann aus Wunsiedel, die Süßwaren anbot.

Zumal Bewährtes blieb. So lud der MSC Fichtelberg wie bisher zu seinem Gartenfest auf den Parkplatz am Feuerwehrhaus mit Gegrilltem und Bier vom Fass. Und auch der Kirwatanz des TSV am Samstag blieb in der Sporthalle, wobei tolle Stimmung und Zuspruch herrschte.

 

KIRWA-2018

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