Thermen-Streit beunruhigt Bürger

Veröffentlicht: 29. März 2012 in Uncategorized

Landrat wie Bürgermeister sollen an einer Aussprache mit dem Bad-Betreiber in Fichtelberg teilnehmen. Dies fordert Harald Kastl, Feuerwehrvorsitzender.
„Helfen Sie alle, damit Fichtelberg nicht zum Armenhaus Bayerns wird.“ So endet ein offener Brief des „besorgten Bürgers“ Harald Kastl an den Bayreuther Landrat Hermann Hübner und den Fichtelberger Bürgermeister Jose-Ricardo Castro Riemenschneider. Hintergrund ist die Auseinandersetzung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Kristall Bäder AG, Heinz Steinhart, und dem Rathauschef.

Die Therme, die Attraktion für Gäste und Einheimische, dürfe nicht „den Bach runter gehen“, schreibt der Fichtelberger Feuerwehrvorsitzende Kastl: „Kommen Sie, Herr Landrat, zusammen mit den Politikern unseres schönen Fichtelgebirges am Montag, 2. April, um 18 Uhr ins Kristallbad und bringen Sie bitte unseren Bürgermeister mit.“ Dieser müsse sich einen Ruck geben nach dem Motto: „Nicht der Stärkere gibt nach, sondern der Klügere!“

Hintergrund für Kastls Appell ist die Weigerung Castro Riemenschneiders, der Einladung Steinharts zu einer Aussprache zu folgen. Der Bad-Betreiber hatte angekündigt, die Therme Ende Mai wegen unüberbrückbarer Differenzen mit dem Bürgermeister zu schließen.

„Was würden Fichtelberg und dem ganzen Fichtelgebirge die ausstehenden Zahlungen von rund 1,5 Millionen Euro beziehungsweise ein jahrelanger Gerichtsstreit zwischen Herrn Steinhart und der Gemeinde helfen, wenn Herr Steinhart während dieser Zeit das Fichtelberger Kristallbad schließt und seine Investitionen mit Sicherheit wieder herausziehen würde? Nichts – viel mehr würde der ganze Tourismus außerhalb von Fichtelberg stattfinden. Was haben wir Fichtelberger denn noch, wenn wir jetzt auch noch unser Bad verlieren? Oder meinen Sie etwa, dass auch nur ein Gast nach Fichtelberg kommen würde, um eine geschlossene Ruine zu besichtigen?“, argumentiert Kastl. Steinhart sitze am längeren Hebel, schuld seien komplizierte Verträge. Dass der Rathauschef ein Sicherheitsunternehmen beauftragte, um die Therme zu überwachen, kommentiert Kastl so: „Ich schäme mich.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s