„Essbares Fichtelgebirge“ bringt Gastronomen zusammen

Veröffentlicht: 16. Juni 2011 in Uncategorized

Was ist eigentlich typisch für das Fichtelgebirge? Ein Zusammenschluss von Gastronomen hat unter dem Namen „Essbares Fichtelgebirge“ auf diese Frage eine ganz klare Antwort gefunden und setzt seit dem vergangenen Jahr auf das kreative Verarbeiten von Wildkräutern. Und hat es mit diesem Konzept beim Innovationspreis von Sparkasse Bayreuth und Kurier in der zweite Runde der besten zehn geschafft.

Ziel der Initiative ist es, eine regionalspezifische Qualitätsgastronomie zu schaffen. Und so ganz nebenbei dazu beizutragen, überliefertes Wissen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Ganze entsprang einer Idee von Jutta Hecht-Heusinger vom Hotel Schönblick in Fichtelberg. Sie wollte etwas gegen das Fehlen fichtelgebirgstypischer Angebote im Handel und Tourismus unternehmen.

Und damit auch ein Zeichen setzen gegen die nachlassende Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region. Denn mit ihrer imposanten und intakten Natur- und Kulturlandschaft hat das Fichtelgebirge eine Stärke, die sich noch viel besser nutzen lässt.

Gastronomennetz
Genau hier setzen die 14 im Projekt „Essbares Fichtelgebirge“ vernetzten Gastronomen an. Man möchte für ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal sorgen, das ganz authentisch auf in Feld und Flur Vorhandenes setzt. Die Gastronomen ließen sich deshalb in mehreren Seminaren zu IHK-zertifizierten Wildkräuter-Köchen ausbilden. Und zwar von bekannten Referenten, wie Jean-Marie Dumaine, Kochbuchautor und sicherlich „der“ Wildpflanzenkoch Deutschlands – oder auch von Buchautor Guido Fleischhauer.

Unterstützt wurde der Start vom „Cluster Ernährung“, einer Initiative des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Weshalb dann auch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zum Abschluss der Ausbildung persönlich seine Aufwartung machte.

Parallel wurde das Projekt aber auch über gezieltes Kommunikationsmarketing auf dem regionalen und touristischen Markt eingeführt. Die Wildkräuter-Küche soll also ein Leitprodukt für die Region werden, wie Jutta Hecht-Heusinger betont. Man möchte mit dem „Essbaren Fichtelgebirge“ ein touristisch attraktives zusätzliches Angebot schaffen. Die touristische Außenwirkung der Gastronomie soll verstärkt werden und gleichzeitig auch etwas Typisches, Traditionelles erhalten bleiben.

Nachfrage steigt

Und das Projekt läuft auch sehr erfolgreich. Die Nachfrage nach Wildkräutern und den entsprechenden Kochkursen boomt bei allen beteiligten Wirten. Die Zahlen der Gäste haben sich bei allen gesteigert und ein zunehmender Anteil kommt inzwischen auch ganz speziell wegen des außergewöhnlichen neuen Angebots. Kein Wunder, dass die Wildkräuterköche am Ball bleiben.

Stete Weiterbildung gehört zum Projekt. Und auch neue Kollegen sollen für die Idee begeistert werden. Sobald genügend Interessenten vorhanden sind, werde eine neue Ausbildungsreihe gestartet, erläutert Roland Heusinger.

Vor allem aber heben die beiden Heusingers den derzeit schon angelaufenen nächsten Schritt des Projektes heraus. Denn nun geht es darum, eine Zusammenarbeit mit Landwirten und anderen Produzenten der Region organisatorisch auf die Beine zu stellen. Ein erweitertes Netzwerk zwischen den Gastronomen und regionalen Erzeugern soll so geknüpft werden. Ein erstes gemeinsames Seminar fand statt, die Zusammenarbeit läuft bestens an. Nun geht es darum, den Umfang der Zusammenarbeit auszuloten, erklärt Roland Heusinger.

Mitglied der Genussregion

Ergänzend wird das „Essbare Fichtelgebirge“ aber natürlich auch weiter offensiv nach außen getragen. Das Projekt ist seit September auch aktives Mitglied der Genussregion Oberfranken und erfährt inzwischen auch große überregionale mediale Aufmerksamkeit.

Das Fichtelgebirge braucht neue Perspektiven und der Zusammenschluss „Essbares Fichtelgebirge“ scheint ein Ansatz in genau die richtige Richtung zu sein.

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